Steirische Idylle pur? Von wegen!

Ein kauziges Ermittlerduo mit Hang zum Gemütlichen.
Eine eingemauerte Leiche und ein rachsüchtiger Mönch.
Ein skurriler Kriminalroman aus der steirischen Idylle.

Zwei Wiener Kommissare ermitteln in Stainz – und treffen auf eine Reihe verhaltensauffälliger Einheimischer.

Von Wien ins Herz der Steiermark: In der Nähe von Stainz wird ein Toter gefunden – in Beton gegossen und als Erzherzog-Johann-Skulptur ausgestellt. Ein Affront gegen den Fortschritt, galt doch der Erzherzog als Garant für wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung in der Region. Die Kommissare Hawelka und Schierhuber aus Wien, beide mit dem Hang zum Gemütlichen, stehen vor einem Rätsel und müssen bald auf einer steirischen, eingeschneiten »Huabm« um ihr eigenes Leben fürchten.

Der Autor Günther Pfeifer trifft in seinem Krimi einen ganz besonderen Ton: Jede Silbe strahlt österreichische Seele aus – er kombiniert pfiffig-lakonischen Humor mit Nachdenklichkeit. Der kammerspielartige Showdown ist der Höhepunkt des Krimis: Wie in der österreichischen Version eines Agatha-Christie-Romans versammeln sich alle Figuren an einem Ort. Hier erhitzen sich die Gemüter auf engem Raum zunehmend, bis die Situation schließlich zu eskalieren droht. Ein leichthändig erzählter, ganz und gar ungewöhnlicher Kriminalroman – absolut lesenswert!

Günther Pfeifer Der letzte Sterz 304 Seiten; 12,30; Emons

Regionalkrimi.